Sport im Sommer
Jetzt, da die Tage wieder länger werden und die Temperaturen angenehmer werden, ist der richtige Zeitpunkt, um die Neujahrsvorsätze, die sich um das Thema "Sport" drehten, endlich umzusetzen. Die beliebtesten Sportarten sind Radfahren, Laufen, Rudern und - man glaubt es nicht - das Tanzen!
Die positive Wirkung von Sport ist unumstritten, und auch wenn man kein Hochleistungstraining absolviert genügt es, sich drei Mal pro Woche eine halbe Stunde lang sportlich zu betätigen, um nachhaltig etwas Positives für sich und seine Gesundheit zu tun. Zusätzlich dazu kann man an den persönlichen Gewohnheiten arbeiten: So kann man kurze Wege mit dem Fahrrad statt mit dem Auto erledigen, oder man lässt den Lift Lift sein und steigt die Stiegen selber hoch. Wie heißt es so schön: Lifte dienen der Bequemlichkeit, Stiegen dienen der Gesundheit!
Allerdings sollte man aber einige Grundregeln beachten, um die guten Vorsätze nicht nach kurzer Zeit frustriert über Bord werfen zu müssen:
Ein wesentliches Thema beim Ausdauersport ist der Puls. Um effektiv zu trainieren, sollte man sich - ausgehend vom Maximalpuls - in einem gewissen, prozentualen Bereich davon bewegen. Zur Überwachung ist eine Pulsuhr bestens geeignet, die - neben der Anzeige des aktuellen Pulses - noch zahlreiche andere Funktionen wie Streckenmessung mit GPS, Speicherung der Trainingseinheiten etc. haben kann.
Für die Ermittlung des Maximalpulses gibt es die Formel 220 minus Lebensalter, die aber sehr ungenau ist. Für einen 40-Jährigen würde das bedeuten, dass er einen Maximalpuls von 180 hat, das ideale Training sollte im Bereich zwischen 60 und 70 Prozent davon liegen, also etwa bei 120 Schlägen pro Minute.
Um den tatsächlichen Maximalpuls herauszufinden, müsste man sich einer sportmedizinischen Untersuchung unterziehen. Dabei werden ein EKG und die Laktatwerte bei steigender Belastung gemessen, der Test findet am Ergometer oder am Laufband statt. Anhand dieser Werte kann der Arzt dann den optimalen Trainingsbereich festlegen. Hat man lange keinen Sport gemacht, ist eine ärztliche Untersuchung ohnehin zu empfehlen, um keine unnötigen Risiken einzugehen.
Da das Herz auf sportliche Belastungen reagiert, bleibt der Maximalpuls nicht unveränderlich. Daher sollte man alle Jahre eine neuerliche Untersuchung durchführen lassen, um das bestmögliche Trainingsresultat zu erzielen.
Nimmt man Medikamente, so sollte man auch darüber mit dem Arzt sprechen, um allfällige Gefahren vorab abklären zu können.
Zum Pulstraining muss auch gesagt werden, dass der Puls abhängig von der Tagesform schwanken kann. Als guter Tipp für ein effektives Training gilt, dass man sich während der Einheiten noch gut unterhalten können sollte. Dann bewegt man sich auf jeden Fall im richtigen Bereich. Kann man zu Beginn keine längeren Strecken durchlaufen, so ist das auch kein Problem: Hier hat es sich bewährt, zunächst zwei Minuten zu gehen und dann zwei Minuten zu laufen. Nach wenigen Wochen wird man die Fortschritte spüren und kann die Gehintervalle zugunsten der Laufzeiten verkürzen oder ganz weglassen.
Neben dem Muskelaufbau hat das Training einen weiteren positiven Effekt: Der Körper lernt, Fette schneller zu verbrennen. Durch das Training im Bereich von 60 bis 70 Prozent des Maximalpulses kann man den Körper zu einer richtigen Verbrennungsmaschine erziehen, die den Stoffwechsel besser bewältigt und so ganz nebenbei auch das Abnehmen ermöglicht. Es ist eine Tatsache, dass hohe Blutfettwerte durch eine optimale Fettverbrennung gesenkt werden können.
Nach dieser theoretischen Einführung fehlen nur noch gute Laufschuhe, und es kann losgehen! Gerade bei den Schuhen sollte man nicht sparen, und zahlreiche Sportartikelhändler helfen durch eine wissenschaftlich fundierte Fuß- und Laufanalyse bei der Auswahl des richtigen Laufschuhs.
Wir wünschen viel Spaß beim Training, und auch der Autor dieser Zeilen hat jetzt Lust bekommen, wieder mit dem Joggen zu beginnen - wir sehen uns auf der Laufstrecke!
Gregor









