Test Pulsmesser
Ein Pulsmessgerät/Pulsmesser ist ideal, um sich selbst beim Ausdauertraining zu überwachen. Damit das Training auch effektiv ist, sollte man aber auf die Auswahl des richtigen Pulsmessers großes Augenmerk legen. Die Stiftung Warentest hat sich im Heft 04/2011 mit diesem Thema beschäftigt.
Vorab sei gesagt, dass der Begriff "Pulsmesser" für die derzeit am Markt befindlichen Geräte eine glatte Untertreibung ist. Man könnte fast sagen, diese nützlichen Helfer können AUCH Puls messen, so groß ist die Vielzahl der Funktionen, mit denen sie vom Hersteller ausgestattet wurden. Um es ganz genau zu nehmen, wird auch nicht der Puls selbst, sondern die elektrische Aktivität des Herzens gemessen und als Zahl auf dem Pulsmesser am Handgelenk ausgegeben.
Der klassische Pulsmesser besteht aus zwei Teilen, nämlich aus einem Gurt, der auf Höhe des Herzens um den Oberkörper geschnallt wird, und de Pulsmesser selber. Die Daten werden vom Gurt per Funk übermittelt, zusätzlich dazu werden aus diesen Werten bei den besseren Geräten weitere Daten ermittelt und errechnet. Der Brustgurt sollte regelmäßig gewaschen werden. Man sollte auch darauf achten, dass die Funkverbindung zum Empfänger verschlüsselt erfolgt, um nicht von anderen Geräten in der Nähe beeinflusst zu werden. Bei manchen Herstellern gibt es auch noch einen Bewegungssensor, der am Laufschuh angebracht wird und durch den man die Geschwindigkeit und die zurückgelegte Strecke ermitteln kann.
Es gibt zwar Pulsmesser, die ohne Brustgurt auskommen, da der Puls durch Berührung der Finger am Gerät selber gemessen wird, diese sind aber fürs Joggen und Radfahren eher nicht geeignet, da eine korrekte Messung nur bei Stillstand möglich wäre.
Bei den getesteten Geräten gibt es beim Preis und bei den Funktionen fast kein Limit. Bei hochwertigen Pulsmessern ist es möglich, den Trainingsverlauf zu speichern, die Laufroute per GPS genau zu vermessen und die gewonnenen Daten über Facebook ins Profil zu posten, um den Mitmenschen den sportlichen Ehrgeiz zu demonstrieren. Während des Trainings kann man auf einen Blick die bisherige Dauer, die zurückgelegte Strecke und viele Informationen mehr ablesen.
Nach der Joggingrunde kann man dann die Daten in den PC überspielen, um sie grafisch auswerten zu lassen, wodurch man jeden Fortschritt (oder auch Rückschlag) schnell erkennen kann. Je höher man sich die Trainingsziele steckt, umso besser sollte der Pulsmesser ausgestattet sein.
Der Pulsmesser selbst ist aber nur als Hilfsmittel zu sehen, von dem man die Werte ablesen kann. Welche Werte optimal für den jeweiligen Sportler sind, das ist sehr individuell zu sehen. Um die richtigen Pulszonen für das Training herauszufinden, kann man sich einer sportmedizinischen Untersuchung unterziehen. Gerade dann, wenn man vielleicht schon älter ist oder sich längere Zeit nicht sportlich betätigt hat, ist es Besuch beim Arzt auf jeden Fall empfehlenswert, um sich beim Training nicht zu überfordern.
Das Ergebnis des Tests der Stiftung Warentest sieht so aus:<7strong>
Pulsmessgeräte mit Brustgurt
1.) Polar FT60 (Bewertung: gut, ca. 160 Euro)
2.) Garmin Forerunner 110 (Bewertung: gut, ca. 230 Euro)
3.) Polar FT40 (Bewertung: gut, ca. 130 Euro)
Pulsmessgeräte ohne Brustgurt
1.) Sanitas SPM11 (Bewertung: befriedigend, Preis ca. 29 Euro)
2.) Sportline TQR 710 Men´s (Bewertung: befriedigend, Preis ca. 60 Euro)
3.) Weltbild Pulsring (Bewertung: mangelhaft, Preis 8 Euro)


